Profumo di Toscana

Es ist immer schön Leute zum Essen einzuladen, für sie zu kochen und sie nach den ersten Bissen sagen zu hören: "....ausgezeichnet... das schmeckt nach Toskana...". Das ist mir schon öfter passiert und ich freue mich immer wieder es zu hören.

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Der Geschmack oder auch Duft der Toskana ist eine Mischung aus Meer - und Landaromen, wie eigentlich in ganz Italien. Und das ist auch der Grund, warum man den typischen Geschmack sowohl in Fisch- und Fleischgerichten und auch in Gemüsebeilagen wiederfindet. Einfach überall. 

Das Rezept für den toskanischen Geschmack ist einfach und nicht einzigartig. Es gibt viele verschiedene Variationen, so viele, wie es Dörfer in der Toskana gibt, in dem man die Gewürzmischung kaufen kann.
Jeder hat seinen eigenen Touch, sein Geheimnis. Das Rezept, das ich euch gebe, stammt von meiner Schwester. Diese Version könnt ihr nirgends kaufen.

Profumo di Toscana

ein Zweig Rosmarin
ein Zweig Salbei
ein Zweig Thymian
eine Chilischote
2 Tl Pfeffer
Salz

Blätter von Rosmarin, Thymian und Salbei vom Zweig entfernen. Mit einem Wiegemesser die Blätter mit einer Chilischote klein hacken. Nicht zu groß, nicht zu klein. Alles in einen Behälter füllen, dann Pfeffer zugeben und dann mit der gleichen Menge Salz auffüllen. Gut durchmischen und an einem trockenen Ort aufbewahren.

Man kann mit der Mischung alles würzen, von Ofenkartoffeln und Schweinebraten bis zum Süß- oder Salzwasserfisch. Hervorragend passt es zum Beispiel zum Saiblingsfilet, eins unser wöchentlicher Gerichte.

Frittierter Salbei alla Celentano

Währen man Salbei frittiert muss man unbedingt „24000 baci“ von Adriano Celentano anhören. Dadurch bleibt der Salbei schon knusprig und behält seien mediterranen, italienischen Geschmack. Falls ihr Celentano absolut nicht mögt (was ich mir nicht vorstellen kann!) oder falls ihr dieses Lied nicht habt, dann könnt ihr auch auf Gianna Nanninis „Bello e impossibile“ ausweichen.

Frittierter Salbei ist ein großer Klassiker meiner Mutter, den ich natürlich nur nach Deutschland importiert habe, um Kathrin glücklich zu machen. Wie schon gesagt, wenn es Salbei gibt, erträgt sie sogar den Geruch von frittiertem Fett in unserer Wohnung.

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Ich empfehle euch einen frischen Bund Salbei bei eurem Gemüsehändler des Vertrauens zu bestellen. Einen Bund mit großen Blättern. Im Frühling eignet sich der Salbei am besten zum Frittieren, aber wahrscheinlich ist es in Deutschland egal, weil die unglaubliche Hitze, die typisch für die italienischen Sommer ist, nur alle 10 Jahre nach Deutschland kommt. Diese Hitze macht die Salbeiblätter in Italien dick und trocken und nicht mehr geeignet zum Frittieren.

Für 3 Personen


1 Bund Salbei
2 Eigelb
Kleines Glas kaltes Bier
3 große Löffel Mehl
Sonnenblumenöl
Salz 

Zubereitungszeit: 30 Minuten

Die Panade

In einer kleinen Schale die Eigelb gut verrühren, unter ständigem Rühren das Mehl zugeben und dann langsam das Bier zugeben. Mit einer Prise Salz würzen und nochmals 30 Sekunden verrühren.
Zugedeckt ca. 20 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Frittieren

Salbeiblätter waschen und trocknen, dann in die Schüssel mit der Panade geben.

In einem kleine Topf das Sonnenblumenöl (etwa 2 cm hoch) erhitzen bis die geeignete Temperatur erreicht ist...Ich weiß, dass ihr kein Thermometer habt, man braucht auch keins, es ist alles eine Frage der Erfahrung. Wenn ihr 3. Mal das Öl verbrannt habt, dann wisst ihr, wie heiß es nicht werden sollte.

Um die richtige Temperatur zu bestimmen könnt ihr einen kleinen Tropfen Panade ins Öl tropfen lassen. Wenn die Panade „frittiert“ und schwimmt dann könnt ihr anfangen!

Immer ca. 4-5 Salbeiblätter gleichzeitig ins Öl geben und ca. 15-20 Sekunden pro Seite frittieren. Achtung, der Salbei ist sehr dünn und verbrennt leicht. Sobald 40 Sekunden vorbei sind die Blätter aus dem Öl nehmen und auf einem Teller mit Küchenrolle geben. Nach und nach die weitere Blätter frittieren und auf den Teller legen.

Zum Schluss gut salzen, Frittiertes schmeckt gut, aber eben noch besser mit Salz.
Noch warm servieren, am besten als Antipasto oder als Beilage zu einem schön saftigen Steak.