I biscotti della salute di Artusi

Wenn ihr kochen liebt, dann müsst ihr unbedingt Pellegrino Artusi kenne oder ein Fan von ihm sein.
"Wer???? Pellegrino Artusi???? Noch nie im Fernsehen gesehen... hat er einen Blog?"
Nein, Artusi hat keinen Blog und er war auch noch nie im Fernsehen aber er ist trotzdem einer der größten und ersten Autoren, die über die kulinarische Kunst geschrieben haben.

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Im "Artusi", so wird sein Buch "La scienza in cucina e l'arte di mangiare" inoffiziell genannt, kann man Rezepte lesen, die sich wie ein Roman aus einer anderen Zeit anhören. Die Maßeinheiten, die Kochzeiten und die Temperaturen werden oft mit Begriffen bezeichnet, die es heute nicht mehr gibt. Die Worte, die Artusi benutzt, erinnern mich oft an die meiner Mutter - ein "Hauch" Zitronenschale, ein paar "Prisen" Salz oder Milch "so viel wie nötig ist" - alles Dinge, die ich bei mir daheim in der Toskana schon immer gehört habe.

Leider ist der Artusi kein Buch, das einen auf den ersten Blick fasziniert. Es hat keine attraktiven Bilder (die einzigen Bilder, die es gibt, sind Zeichnungen von Kuchenformen), es hat kein ansprechendes Cover und die Rezepte haben seltsame Namen wie “Sgonfiotto di farina gialla” oder “Arigusta”. Aber ich verspreche euch trotzdem, dass ihr das Buch lieben werdet, wenn ihr ein bisschen Geduld habt und ein paar Seiten darin lest.

I biscotti della salute (Gesundheits-Kekse)

"Seid fröhlich, denn mit diesen Keksen werdet ihr so alt wie Methusalem. Wenn ich, der ich oft und viele dieser Kekse esse, von jemandem Taktlosen gefragt werde wie alt ich bin, weil ich munterer bin, als es mein fortgeschrittenes Alter erlaubt, dann antworte ich, dass ich so alt bin wie Methusalem, Sohn von Enoch"

So beginnt das Rezept und es verspricht allen, die die Kekse essen ein langes Leben.

350 g Mehl
100 g Zucker
50 g Butter
1/2 Päckchen Backpulver (das gab es damals natürlich noch nicht)
1 TL Natron
2 Eier
Ein Hauch von Vanillezucker 

Milch "so viel wie nötig"

In einer Schüssel Mehl, Backpulver und Natron vermengen. Eine kleine Kuhle machen und Zucker, Eier und Butter hinein geben, mit den Händen kneten. Nach und nach die Milch dazu geben, so dass ein weicher aber zugleich fester Teig entsteht.

Mindestens 4-5 Minuten kneten. Den Teig dritteln und zu langen etwas gedrückten Schlangen formen. Ofen auf 160° vorheizen (Umluft).
Die 3 Stränge ca. 30 Minuten backen. Herausnehmen und 12 Stunden liegen lassen. Dann in Scheiben ca 2 cm dicke schneiden und noch mal im Ofen bei 80° für 20 Minuten toasten.

Ich rate euch nicht mehr als 8 Stück pro Tag zu essen, sonst sind gleich alle weg :)

Apfel-Dinkel Muffins

Ich übertreibe vielleicht ein bisschen, aber manchmal ist es wirklich schwierig nur gesund zu essen und Dinge zu meiden, die es nicht sind, wie zum Beispiel Weizenmehl. Ich liebe Pasta, esse für mein Leben gerne Weißbrot und bin ganz verrückt nach Pizza. Ich liebe alles, was mit weißem Mehl hergestellt wird. Und als Italiener, der von klein auf daran gewöhnt ist weißes Mehl zu essen, ist es unmöglich darauf zu verzichten.

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Es gibt zwei Lösungen: sich ein bisschen einschränken oder gute Alternativen finden. Ich habe durch Zufall eine Alternative gefunden, und komischerweise auf dem Markt. Komischerweise, weil ich es bisher nicht gefunden hatte, obwohl ich schon lange danach gesucht habe und schon alle gefragt hatte: Dinkelmehl. Aber nicht irgendein Mehl sondern das Dinkel Hell vom Biohof Butz. Wie ich schon letzte Woche erzählt habe, hat mich eher die nette Frau Melzl-Butz und die schöne Verpackung, als der Preis überzeugt das Mehl zu kaufen.

Sobald ich daheim war habe ich sofort nach einem Rezept gesucht, um dieses wunderbar feine und weiße Mehl zu verwenden. Ich wollte nicht schon wieder Pizza machen und weil Kathrin Muffins so gerne mag habe ich mich entschlossen dieses Rezept, mit ein paar Änderungen, aus dem Internet auszuprobieren.

Apfel-Dinkel Muffins

2 Äpfel
260g Hell Dinkelmehl
2 Tl Backpulver
1/2 TL Natron
120g Butter
2 Eier
100g Zucker
1 Prise Salz
200g Joghurt
50ml Milch

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen (bei Heißluft 160 Grad).
Das gesiebtes Mehl, Hefe und Natron in eine Schüssel geben und gut verrühren. In einer anderen Schüssel die geschmolzene Butter, Eier, Zucker, Milch, Joghurt und eine Prise Salz mit dem Rührgerät rühren, bis eine glatte, schaumige Creme entsteht. Dann nach und nach das Mehl-Gemisch zugeben- der Teig soll cremig ohne Klumpen sein.
Die Äpfel schälen und in kleine Stäbchen schneiden, so wie Pommes Frittes.
Den Teig in Muffinförmchen geben und die Apfelstreifen hinein stecken, so wie Geburtstagskerzen.
30 Minuten in den Ofen, dann werden wir Muffins wie auf dem Foto :)