Meine Schwester und die Rhabarberpflanze

Meine Schwester ist genau wie ich, immer enthusiastisch für alles, vor allem für Essen. Während eines Aufenthalts in Deutschland hat sie Rhabarber entdeckt. Sofort hat sie angefangen 1000 Fragen zu stellen (auf Italo-englisch), wie er angebaut wird, wie man ihn pflegen muss, wo man ihn kaufen kann und vor allem, was man damit kochen kann. Natürlich hat sie es geschafft mit einer Rhabarberpflanze in der Hand nach Italien zurück zu fahren...

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Ein Jahr später, nach schweren Kämpfen, um die zarte Rhabarberpflanze am Leben zu erhalten, steht jetzt die erste Ernte bevor und sie sucht Rezepte.

Die erste Ernte ist nicht besonders groß ausgefallen, zumindest nicht nach den Standards, die meine Schwester auf dem Bauernhof gewohnt ist, aber trotzdem wollte sie einfache und schnelle Rezepte von mir haben. 

Rhabarber Crumble

300g Rhabarber
5 El Zücker

8 El Müsli
80 g Mehl
100 g Zücker
90 g Bütter

Rhabarber waschen und in 1 cm große Stücke schneiden. Auf 6 Souffléeschälchen verteilen, den Zucker darüber verteilen. Ofen auf 200 Grad vorheizen und die Schälchen 10 Minuten backen lassen. 

Währenddessen den Crumble herstellen, Dazu Müsli, Mehl, Zucker und Butter vermengen bis man Streusel bekommt. Wenn es nicht funktioniert noch etwas Müsli oder Mehl zugeben. 

Schälchen aus dem Ofen nehmen, Streusel darüber geben und nochmals 15 Minuten in den Ofen geben.

Mit Vanilleeis oder Vanillesauce servieren.

Rhabarber-Vanille-Erdbeer-Marmelade

1 kg  Rhabarber
250 g Erdbeer 
1/2 Vanilleschote
1 kg Gelierzucker

Rhabarber und Erdbeeren waschen und klein schneiden. In eine Schüssel geben. Vanilleschote mit einem Messer aufschlitzen, das Vanillemark auskratzen und in die Schüssel geben. Ca. 2 Stunden ziehen lassen.

Nach 2 Stunden in einen großen Topf geben und ca 20 Minuten köcheln lassen. Dann entweder mit einem Pürierstab pürieren oder mit kleinen Stücken lassen. Gelierzucker zugeben und nochmals 4 Minuten aufkochen lassen, dann schnell in Gläser füllen. 

Selbstgemachter Rhabarbersaft

Der Rhabarber ist typisch deutsch, zumindest für mich. In Italien habe ich ihn noch nie gesehen. Er ist nur als "Amaro Zucca" bekannt aber niemand benutzt ihn zum Kochen normaler Rezepte.
Hier in Deutschland ist er zusammen mit dem Spargel das typische Frühlingsprodukt. Man benutzt ihn zusammen mit anderen Früchten für Marmelade und er eignet sich hervorragend für Kuchen und Getränke.
Das folgende Rezept ist durch Zufall entstanden: wir wollten einen Rhabarberkuchen backen, haben die Stengel zu lange gekocht, und deshalb haben wir eher Saft und Kompott erhalten als bissfeste Rhabarberstücken.

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Zubereitungszeit: 15 Minuten

1 L Wasser
150 g Zucker
5 Rhabarberstangen

In einem großen Topf das Wasser zum Kochen bringen.
Inzwischen die Stangen waschen und mit einem kleinen Messer die äußer rote Haut abziehen. In ca. 3 cm große Stücke schneiden.

Rhabarber und Zucker ins kochende Wasser geben und ca. 2 Minuten kochen lassen. Herd ausschalten und den Topf von der Flamme ziehen.

Abkühlen lassen und dann den Rhabarbersaft durch eine Sieb abgießen.

Schon ist der Saft fertig und eignet sich hervorragen als Schorle. Das Rhabarberkompott kann man wunderbar ins Müsli oder in einen Yoghurt mischen.
Sowohl der Saft als auch das Kompott halten sich im Kühlschrank ca. 4-5 Tage.