Fahrradtouren mit Camembert-Apfel-Honig- und Thymian-Omlette-Broten

Die Deutsche lieben Sport im Freien, wir Italiener lieben Sport im Fernsehen. Ich mag ehrlich gesagt weder das eine noch das andere, aber hin und wieder mache ich doch beides.

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Manchmal ein bisschen Sport, eher um Kathrin glücklich zu machen und mein schlechtes Gewissen ein bisschen zu beruhigen und manchmal schaue ich Fussball im Fernsehen, eher, weil ich es als guter Italiener machen muss, als aus wahrer Leidenschaft.

Aber eins gefällt mir wirklich sehr gut, auch weil es nicht wirklich Sport ist sonder eher eine Art meine Neugier und meine Hyperaktivität zu befriedigen, und das sind Fahrradtouren: 30, 40, 50, 60 km, ganz egal, ich radle, langsam, aber ich langsam (Anm. d. Redaktion: Zava fährt sehr schnell, bei Steigungen ist er immer der Erste auch ohne Gangschaltung).

Es läuft immer gleich ab: Anfängliche Diskussion mit Kathrin welche Tour wir am besten machen, auch wenn es mir am Ende egal ist, Vorbereitung (meist alles in letzter Minute), Aufbruch zur nächstgelegenen S-Bahn Haltestelle, Erreichen unseres Ausgangspunktes und los geht’s, Vollgas, bis zu unserem Ziel , wo wir zum Glück meistens ein Gasthaus finden. Und hier essen wir uns alle Kilos wieder an, die wir während 3-4 Stunden radeln verbrannt haben. 

Essen, damit hört man immer auf und damit fängt man immer an. Ich liebe es nämlich kleine Snacks vorzubereiten, bevor es durch die sanften Hügel Bayerns geht.. genau diese kleinen Brotzeiten, die man auf halben Weg verzehrt, um wieder ein bisschen Energie zu bekommen und eine kleine Verschnaufpause zu machen... Käsebrote, verschiedene Omletts, Gemüse und Obst, ein bisschen von allem. Hier zwei meiner Rezepte die ich gerade für Radtouren liebe.

Camembert-Apfel-Honig-Brot

Für 2 Personen

8 Scheiben Weißbrot
1 Camembert
1 Apfel
Honig

Den Apfel vierteln und in dünne Scheiben schneiden (ca. halben cm). Ein bisschen Honig aufs Brot streichen, darauf eine Scheibe Camembert und eine Scheibe Apfel legen. 

Wenn ihr alles auf dem Rad mitnehmt legt ihr am besten alles in eine Tupperware und schichtet die Brote eins über dem anderen, dazwischen immer eine bisschen Frischhaltefolie.

Brote mit Thymian-Omlette

Für 2 Personen

4 Scheiben Brot
2 Eier
2 TL Thymian
Butter
Salz

Eier in eine Schüssel geben, mit Salz würzen, verrühren und den Thymian zufügen.
Eine Teflon Pfanne auf den Herd stellen, einen Löffel Butter darin schmelzen lassen. Dann die Eier in die Pfanne geben und mit einem Deckel schließen.
Nach 3 Minuten mit Hilfe des Deckels das Omelette wenden und nochmals 3 Minuten braten. Das Omelette muss gut durch sein aber nicht verbrannt!Das Omelette zwischen die Brotscheiben legen. 5 Minuten abkühlen lassen und dann in Frischhaltefolie einwickeln.

Und losssss!!!!! 

Selbstgemachter Rhabarbersaft

Der Rhabarber ist typisch deutsch, zumindest für mich. In Italien habe ich ihn noch nie gesehen. Er ist nur als "Amaro Zucca" bekannt aber niemand benutzt ihn zum Kochen normaler Rezepte.
Hier in Deutschland ist er zusammen mit dem Spargel das typische Frühlingsprodukt. Man benutzt ihn zusammen mit anderen Früchten für Marmelade und er eignet sich hervorragend für Kuchen und Getränke.
Das folgende Rezept ist durch Zufall entstanden: wir wollten einen Rhabarberkuchen backen, haben die Stengel zu lange gekocht, und deshalb haben wir eher Saft und Kompott erhalten als bissfeste Rhabarberstücken.

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Zubereitungszeit: 15 Minuten

1 L Wasser
150 g Zucker
5 Rhabarberstangen

In einem großen Topf das Wasser zum Kochen bringen.
Inzwischen die Stangen waschen und mit einem kleinen Messer die äußer rote Haut abziehen. In ca. 3 cm große Stücke schneiden.

Rhabarber und Zucker ins kochende Wasser geben und ca. 2 Minuten kochen lassen. Herd ausschalten und den Topf von der Flamme ziehen.

Abkühlen lassen und dann den Rhabarbersaft durch eine Sieb abgießen.

Schon ist der Saft fertig und eignet sich hervorragen als Schorle. Das Rhabarberkompott kann man wunderbar ins Müsli oder in einen Yoghurt mischen.
Sowohl der Saft als auch das Kompott halten sich im Kühlschrank ca. 4-5 Tage.

Frittierter Salbei alla Celentano

Währen man Salbei frittiert muss man unbedingt „24000 baci“ von Adriano Celentano anhören. Dadurch bleibt der Salbei schon knusprig und behält seien mediterranen, italienischen Geschmack. Falls ihr Celentano absolut nicht mögt (was ich mir nicht vorstellen kann!) oder falls ihr dieses Lied nicht habt, dann könnt ihr auch auf Gianna Nanninis „Bello e impossibile“ ausweichen.

Frittierter Salbei ist ein großer Klassiker meiner Mutter, den ich natürlich nur nach Deutschland importiert habe, um Kathrin glücklich zu machen. Wie schon gesagt, wenn es Salbei gibt, erträgt sie sogar den Geruch von frittiertem Fett in unserer Wohnung.

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Ich empfehle euch einen frischen Bund Salbei bei eurem Gemüsehändler des Vertrauens zu bestellen. Einen Bund mit großen Blättern. Im Frühling eignet sich der Salbei am besten zum Frittieren, aber wahrscheinlich ist es in Deutschland egal, weil die unglaubliche Hitze, die typisch für die italienischen Sommer ist, nur alle 10 Jahre nach Deutschland kommt. Diese Hitze macht die Salbeiblätter in Italien dick und trocken und nicht mehr geeignet zum Frittieren.

Für 3 Personen


1 Bund Salbei
2 Eigelb
Kleines Glas kaltes Bier
3 große Löffel Mehl
Sonnenblumenöl
Salz 

Zubereitungszeit: 30 Minuten

Die Panade

In einer kleinen Schale die Eigelb gut verrühren, unter ständigem Rühren das Mehl zugeben und dann langsam das Bier zugeben. Mit einer Prise Salz würzen und nochmals 30 Sekunden verrühren.
Zugedeckt ca. 20 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Frittieren

Salbeiblätter waschen und trocknen, dann in die Schüssel mit der Panade geben.

In einem kleine Topf das Sonnenblumenöl (etwa 2 cm hoch) erhitzen bis die geeignete Temperatur erreicht ist...Ich weiß, dass ihr kein Thermometer habt, man braucht auch keins, es ist alles eine Frage der Erfahrung. Wenn ihr 3. Mal das Öl verbrannt habt, dann wisst ihr, wie heiß es nicht werden sollte.

Um die richtige Temperatur zu bestimmen könnt ihr einen kleinen Tropfen Panade ins Öl tropfen lassen. Wenn die Panade „frittiert“ und schwimmt dann könnt ihr anfangen!

Immer ca. 4-5 Salbeiblätter gleichzeitig ins Öl geben und ca. 15-20 Sekunden pro Seite frittieren. Achtung, der Salbei ist sehr dünn und verbrennt leicht. Sobald 40 Sekunden vorbei sind die Blätter aus dem Öl nehmen und auf einem Teller mit Küchenrolle geben. Nach und nach die weitere Blätter frittieren und auf den Teller legen.

Zum Schluss gut salzen, Frittiertes schmeckt gut, aber eben noch besser mit Salz.
Noch warm servieren, am besten als Antipasto oder als Beilage zu einem schön saftigen Steak.

Penne mit Spargel-Pesto

Grüner Spargel ist eine große Leidenschaft von mir, schon als Kind bin ich mit meiner Schwester zum Spargel suchen die Berge in der Nähe von Pisa gegangen. Der wilde Spargel ist lang, dünn und sehr aromatisch, also doch ein bisschen anders als der grüne Spargel vom Markt. Aber dank der bayerischen Bauern ist die Qualität trotzdem sehr gut.

Wie ich schon letzte Woche erzählt habe konnte ich am Gemüsestand ein neues Rezept aufschnappen, das Spargelaroma perfekt hervorhebt und man so wunderbar dieses Frühlingsprodukt genießen kann.
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Für 4 Personen

400 g Pasta (Penne)
350 g Spargel
100 g Butter
100 g Parmesan gerieben
2 TL Pinienkerne (wenn ihr zufällig in der Toskana seid, dann nehmt die aus dem Park San Rossore)

Zubereitungszeit: 15 Minuten + Kochzeit der Pasta

Spargel waschen. In ca 3 c, lange Stücke schneiden und die Spargelspitzen beiseite legen. Den Rest in einen kleinen Topf mit gesalzenem Wasser geben. Mit Deckel ca. 10 Minuten kochen lassen. Dann den Spargel herausnehmen und zusammen mit 2 EL Kochwasser in eine Schüssel geben und mit dem Mixer zu einer feinen Creme pürieren. Einen EL Pieninkerne dazugeben (ihr könnt sie auch vorher in der Pfanne kurz 5 Minuten anrösten) und nochmal alles mixen.
Die Butter in einem Topf schmelzen, dann mit der Hälfte des Parmesans zum Spargelpüree geben und nochmal alles durchmixen.
Die Pasta in einem großen Topf Salzwasser al dente kochen.
Falls die Spargelcreme zu dickflüssig oder trocken ist, dann gebt noch 1-2 EL Nudelwasser dazu.
Während die Pasta kocht, die Spargelspitzen in einen Topf geben und mit etwas Wasser 4-5 Minuten weich kochen. Am besten nicht direkt im Wasser kochen, sondern nur Dampfgaren, z.b. mit Hilfe einer kleinen Siebs/Gitters, das ihr in den Topf legt.
Die Pasta abgießen. In eine Schüssel ca. 3-4 EL Spargelpesto geben, die Pasta dazugeben. Das restliche Pesto drüber gießen und gut umrühren. Mit Parmesan bestreuen und mit den Spargelspitzen garnieren.

Selbstgemachte Pasta

Meine Mutter Adele macht fast jeden Sonntag Eiernudeln. Man verrät zwar nie das Alter einer Frau, aber ich kann euch sagen, dass meine Mutter seit 60 Jahren verheiratet ist, also hat sie mindestens schon 3000 Mal in ihrem Leben Eiernudel gemacht.

Sie hat das Rezept von ihrer Schwiegermutter bekommen, die hat es wiederum von ihrer Schwiegermutter. Sicherlich ist das Rezept nicht mehr dasselbe wie vor 100 Jahren, aber es schmeckt bestimmt noch genauso gut.

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Für 3-4 Personen

3 Eier
3 EL Olivenöl
200 g Mehl (Typ 405) und 200 g Hartweizengrieß (oder alternativ 400 g Spätzlemehl)
½ Glas lauwarmes, leicht gesalzenes Wasser

Zubereitungszeit: 40 Minuten

Das gehäufte Mehl in die Mitte der Arbeitsfläche geben (oder in eine Schüssel), eine kleine Mulde formen und Eier und Öl hinein geben. Mit einer Gabel leicht vermengen und nach und nach ein bisschen Mehl einarbeiten. Dann langsam das Wasser zugeben und weiter verrühren. Wenn die Masse eine festere Konsistenz hat, mit den Händen alles gut durchkneten (mindestens 5 Minuten). Der Teig muss recht kompakt werden. Eine Kugel formen und abgedeckt eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.

Dann wird der Teig mehrmals durch die Nudelmaschine gezogen. Oder, wie meine Mutter es manchmal noch macht, der Teig wird mit dem Nudelholz ausgerollt und mit dem Messer in Streifen geschnitten.

Für Ravioli sollte der Teig ca 1 mm dick sein. Die fertigen Ravioli können sofort im Wasser gekocht werden.
Tagliatelle sollten ca 2 mm dick sein, vor dem Kochen sollten sie kurz antrocknen.

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