Winterpostelein und Asiasalat

Feldsalat, Chicorée, Chinakohlsalat - das sind so die Stereotypen der winterlichen Öko-Welt. Zum Glück gibt es auf dem Markt inzwischen neue alte Salatsorten, zum einen, weil es neue Trends gibt, zum anderen, weil auch die Verkäufer es leid waren für 6 Monate im Jahr die immergleichen Sorten zu verkaufen.

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Zwei Beispiele für diese neuen alten Sorten sind der Asia Salat (von manchen auch Wildkräuter genannt) und der Winterpostelein (oder auch einfach Postelein).

Dieses Jahr ist darum die Mischung Winterpostelein/Asia Salat mit Ziegencamembert in unseren wöchentlichen Speiseplan aufgenommen worden. Das, was wir normalerweise essen, ist etwas reichhaltiger als das unten vorgestellte Rezept.Wenn man also etwas mehr als einen Zwischengang möchte, dann reicht es, einen größeren Käse, einen klein geschnittenen Apfel, zwei Scheiben Brot mit Frischkäse und geräucherten Rinderschinken dazu zu geben, und schon hat man ein komplettes Abendessen.

Die Version aus dem weihnachtlichen Menü ist maßvoller und lässt sich auch deutlich schneller zubereiten.

Winterpostelein/Asiasalat mit Ziegenfeta-/Ziegenfrischkäse-Pralinen, Alfaalfasprossen und Rosinen

Zutaten für 6 Personen:

100g Winterpostelein
100g Asia-Salat
200g Ziegenfeta
200g Ziegenfrischkäse
Geröstete Sesamkerne
1 Glass Alfalfasprossen
1 Glass gewaschene Rosinen
Olivenöl, mild
Balsamico-Essig, mild
Salz

Vor dem Essen

Salat vorsichtig waschen, auf einem Tuch trocknen lassen.

Ziegenfrischkäsepralinen zubereiten: Dazu 12 kleine Frischkäse-Kügelchen mit der Hand formen, in geröstetem Sesam rollen bis sie vollständig bedeckt sind.

Ziegenfetapralinen zubereiten: Dazu Feta in ca. 1 cm große Würfel schneiden, leicht in Mehl wenden.

Pralinen in den Kühlschrank stellen, Rosinen in einem Glas mit kaltem Wasser einweichen.

5 Minuten bevor der Salat serviert wird.

Die Alfalfasprossen auf den Tellern verteilen und die Rosinen dazu geben. Salat darauf anrichten und mit geröstetem Sesam bestreuen.

Olivenöl in einer Teflon-Pfanne erhitzen. Feta-Pralinen von einer Seite gut anbraten, dann mit einer Silikon-Schaber vorsichtig zusammenschieben, damit der Feta nicht zerläuft (vorher einmal ausprobieren, es ist nicht schwierig, aber man braucht doch etwas Übung), nach 2 Minuten wenden.

Feta-Pralinen und Frischkäse-Pralinen auf den Salat geben, dann den Salat mit etwas Öl, Essig und Salz anmachen.

Bayern haben den Zwetschgendatschi im Blut

Zwetschgen schmecke am besten, wenn man sie auf dem Markt kauft. Wenn man sie selber im Garten hat, sind sie wahrscheinlich noch besser als die vom Markt, aber auf keinen Fall sind sie mit den Zwetschgen aus dem Supermarkt zu vergleichen. 

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Sie sind etwas kleiner, etwas hässlicher, ungefähr jede 5. hat einen Wurm, aber wenn du sie dir in den Mund steckst, schmeckst du den Unterschied. Sie sind einfach anders, sie schmecken noch nach der Sonne des Vortages, als sie geerntet wurden. Sie sind süß, sie sind reif, sie sind bereit, ein bisschen so, wie ein Brot, das gerade aus dem Ofen geholt wurde, sie sind frisch, sie sind besser.

Der Zwetschgendatschi von Kathrin ist wahrscheinlich einer der besten, den man essen kann, ich fange gar nicht erst an es selber zu versuchen, sie ist die Zwetschgendatschi-Königin. Ein Toskaner kann auf diesem Gebiet nicht mithalten,  wenn es um Schweinebraten oder gefüllte Gans geht, dann nehme ich es mit jedem auf, aber bei manchen Sachen ist es besser, wenn man es sein lässt. Und diejenigen machen lässt, die es im Blut haben.

Die Bayern haben den Zwetschgendatschi im Blut, sie warten schon das ganze Jahr auf das Sommerende, wenn die Bäume voll mit Obst sind und sie endlich mit viel frischem Obst backen können.


Zwetschgen-Datschi

300 gr. Mehl 405
40 gr. Zucker
160 ml Milch
25 gr Frische hefe
50 gr. Butter
1 Ei
1 Prise salz

2 Kg Zwetschgen oder mehr

 

Mehl, Zucker und Salz in eine Schüssel geben und mischen. Milch lauwarm aufwärmen, Hefe udn klein geschnittene Butter dazu geben. Wenn die Butter geschmolzen ist, Milch und Ei zum Mehl geben und alles gut kneten bis ein schön kompakter Teig entsteht, der nicht mehr an der Schüssel klebt. (Am besten benutzt man ein Handrührgerät mit Knethaken).

Mit Frischhaltefolie abdecken und 1 Stunde gehen lassen.

Zwetschgen waschen und halbieren, Kern entfernen, Zwetsche oben und unten einschneiden, damit sie sich "glatt" auf den Teig legen lässt.

Blech einfetten. Teig nochmals kräftig durchkneten, dann in die Mitte des Blechs legen und mit den Fingern nach ausziehen. 15 Minuten gehen lassen.

Offen auf 180 vorheizen (Ober- und Unterhitze). Zwetschen gleichmäßig auf dem Blech verteilen, besser mehr als wenige Zwetschgen, man soll den Teig gar nicht mehr sehen, übertreibt es ruhig ein bisschen!

20-40 Minuten backen lassen.

Der Datschi schmeckt wunderbar mit Schlagsahne oder mit Zucker und Zimt. Oder einfach so.

NEEEINNN...Pizza Hawaii...

Eine der vielen schönen Dinge, die ich in Deutschland kennengelernt habe. Wir Italiener sind zu puristisch und zu traditionsverbunden, um so etwas zu erfinden... sicherlich lassen wir uns auch zu Extravagantem hinreißen, wenn man es denn so nennen will. Wie zum Beispiel die Pizza mit Würstel. Der Durchschnitts deutsche erschaudert bei diesem Gedanken. Aber (komischerweise) nicht beim Gedanken an Pizza Hawaii.

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Die Pizza aus diesem Rezept ist keine echte Pizza Hawaii, es ist keine Ananas drauf, das wäre ja auch zu exotisch für meinen Bauernmarkt. Sie ist nur mit Tomaten, Öl und Salz belegt. Es ist ein ganz besonderes Salz, das mir meine Schwägerin Franzi (man darf sie auf Marktcheck auf keinen Fall verpassen http://www.swr.de/marktcheck) mitgebracht hat, Salz von den hawaiianischen Inseln, schwarz wie die Lava, leicht und würzig, einfach perfekt in Kombination zu den süßen Tomaten des Hochsommers.

Für den Teig (für 2 blech)

400 gr. Weizenmehl 550

100 gr. Hartweizenmehl

300 ml lauwarm Wasser

25 gr. Frischhefe

2 EL Oliven-Öl

Für den Belag

1 kg Tomaten

Salz grob ( Schwarzes Hawaii-Salz oder normales Meersalz)

 

Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen. Das Mehl in eine große Schüssel geben, Öl dazu geben, dann nach und nach das Wasser zugeben und mit einer Gabel umrühren bis das Mehl das Wasser aufgenommen hat. Wenn der Teig euch zu weich erscheint, gebt etwas mehr Mehl dazu. Dann ca. 3 Minuten kräftig durchkneten.

Eine Kugel formen und mit reichlich Mehl bestäuben, mit einem Messer ein Kreuz ritzen und mindestens 1 Stunde gehen lassen.

Die Hälfte des Teiges auf ein eingefettetes Blech geben, mit den Finger ausrollen (aus-ziehen) ohne Löcher zu machen. Ihr könnt auch Backpapier anstatt Öl benutzen, ich habe es auch schon ausprobiert. Aber letztendlich mag ich das Öl lieber, die Pizza bekommt einen anderen Geschmack, den Geschmack hausgemachter Pizza.

Teig auf dem Blech nochmals 20 Minuten gehen lassen. 

Tomaten in Scheiben schneiden und die Pizza damit belegen. Bei 200 Grad (keine Umluft!) 20 Minuten backen lassen. 

Wenn die Pizza fertig ist mit grobem Salz bestreuen und Olivenöl darüber geben.

Kirsch-Eis und kleine Stachelbeer-Sorbets

Es ist unmöglich, ich kann nicht mehr kochen... es ist einfach zu heiß in unserer Wohnung. Ich frage mich, wie wir es damals in Italien im Sommer gemacht haben, es sind inzwischen 7 Jahre vergangen und ich kann mich wirklich nicht mehr daran erinnern.

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Panzanella, Caprese, große Salate, Carpaccio mit Fleisch oder Fisch, kalte und warme Pasta, Reissalat, viel Obst, Wassermelone  Honigmelone, Eis... sehr viel Eis. Wie schön einfach ein Eis zum Abendessen zu essen.

Unsere Küche ist das eigentliche Problem an diesen glühend heißen Tagen, sie ist klein, mit einem einzigen kleinen Fenster nach Süden. Die Sonne scheint von morgens um 9 bis nachmittags um 5 rein. Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme zeigt das Termometer über des Waschbecken 30 Grad an. Unmöglich. Ich liebe kochen, aber das ist einfach zu viel.... Heute Abend gibt es EIS.

Kleine Stachelbeer-Sorbets

(für 4 kleine gläser)

160 g.  Stachelbeere 
2 EL Zucker
4 EL Wasser
1 Stück Zitronenschale

Alle Zutaten in eine Schüssel geben, mit dem Mixer pürieren und in den Kühlschrank stellen. Die Masse auf 4 Weckgläser verteilen, Deckel drauf und für ca 2 tunden in den Tiefkühlschrank stellen.

Kirsch-Eis

400 g Kirschen
150 ml Wasser
50 g Zucker
3 EL Zitronensaft 

Kirschen waschen und entkernen. Mit den restlichen Zutaten in einen Topf geben und für 10 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Vom Herd nehmen und auf Raumtemperatur abkühlen lassen. 

Alles mit dem Mixer zu einem sehr feinen Püree verarbeiten, eventuell ein bisschen Wasser zugeben, wenn die Masse zu dickflüssig ist.

In EIsformen geben und für 2-3 Stunden in den Tiefkühlschrank stellen.

 

Meine Schwester und die Rhabarberpflanze

Meine Schwester ist genau wie ich, immer enthusiastisch für alles, vor allem für Essen. Während eines Aufenthalts in Deutschland hat sie Rhabarber entdeckt. Sofort hat sie angefangen 1000 Fragen zu stellen (auf Italo-englisch), wie er angebaut wird, wie man ihn pflegen muss, wo man ihn kaufen kann und vor allem, was man damit kochen kann. Natürlich hat sie es geschafft mit einer Rhabarberpflanze in der Hand nach Italien zurück zu fahren...

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Ein Jahr später, nach schweren Kämpfen, um die zarte Rhabarberpflanze am Leben zu erhalten, steht jetzt die erste Ernte bevor und sie sucht Rezepte.

Die erste Ernte ist nicht besonders groß ausgefallen, zumindest nicht nach den Standards, die meine Schwester auf dem Bauernhof gewohnt ist, aber trotzdem wollte sie einfache und schnelle Rezepte von mir haben. 

Rhabarber Crumble

300g Rhabarber
5 El Zücker

8 El Müsli
80 g Mehl
100 g Zücker
90 g Bütter

Rhabarber waschen und in 1 cm große Stücke schneiden. Auf 6 Souffléeschälchen verteilen, den Zucker darüber verteilen. Ofen auf 200 Grad vorheizen und die Schälchen 10 Minuten backen lassen. 

Währenddessen den Crumble herstellen, Dazu Müsli, Mehl, Zucker und Butter vermengen bis man Streusel bekommt. Wenn es nicht funktioniert noch etwas Müsli oder Mehl zugeben. 

Schälchen aus dem Ofen nehmen, Streusel darüber geben und nochmals 15 Minuten in den Ofen geben.

Mit Vanilleeis oder Vanillesauce servieren.

Rhabarber-Vanille-Erdbeer-Marmelade

1 kg  Rhabarber
250 g Erdbeer 
1/2 Vanilleschote
1 kg Gelierzucker

Rhabarber und Erdbeeren waschen und klein schneiden. In eine Schüssel geben. Vanilleschote mit einem Messer aufschlitzen, das Vanillemark auskratzen und in die Schüssel geben. Ca. 2 Stunden ziehen lassen.

Nach 2 Stunden in einen großen Topf geben und ca 20 Minuten köcheln lassen. Dann entweder mit einem Pürierstab pürieren oder mit kleinen Stücken lassen. Gelierzucker zugeben und nochmals 4 Minuten aufkochen lassen, dann schnell in Gläser füllen. 

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Rezepte



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