Lamm mit Pistazien und Minze

Otto ist inzwischen von den passiven Phase "ich-schaue-was-du-machst-und-basta" zur aktiven Phase "ich-schaue,-was-du-machst-und-bevor-du-es-machst-will-ich-es-unbedingt-auch-machen" herangewachsen. Wenn wir abends vor 8 Uhr essen wollen und etwas kochen wollen, dann muss ich auch eine kleine Aufgabe für Otto finden. Dieses Mal hat Otto für ungefähr 25 Minuten ohne Pause die Pistazien und die Minze bearbeitet, in einen marmornen Mörser und einem Holzstößel.

mehr >

Kommentar schreiben >   

Lammkoteletts in Zitronenkruste mit Pistazien und Minze

4 Lammkoteletts
100g Kapern
4 TL abgeriebene Zitronenschale
2 TL gehackte Pfefferminz
6 TL gehackte Pistazien
2 zerdrückte Knoblauchzehen
Olivenöl

 

In einem Mörser die Pistazien zerstoßen. Kapern und Knoblauch sehr klein schneiden, dann die Zitronenschale mit den Kapern, den Pistazien und der Minze vermischen und 4 El Olivenöl dazu geben. Die Lammkoteletts waschen und trocken tupfen, mit dem Pistaziengemisch einreiben und ca. 30 Minuten im Kühlschrank marinieren.

In einer Pfanne 3 El Olivenöl erhitzen, die Knoblauchzehe dazu geben und 1 Minute anbraten lassen. Den Knoblauch wieder entfernen und die Lammkoteletts in die Pfanne geben.

3 Minuten von einer Seite braten lassen, dann wenden und nochmals 2 Minuten braten, das Fleisch soll nicht zu stark austrocknen.

Am besten serviert man die Koteletts mit einem grünen Salat und fein geschnittenen Radieschen in einem Honig-Ziegenfrischkäse-Balsamico-Dressing.

Osterfladen

Ich habe momentan absolut keine Zeit Rezepte für meinen Blog zu schreiben. Kochen ja, Schreiben nein. Also muss ich mich damit begnügen, Rezepte von anderen zu übernehmen. Auch dieses Mal ist es etwas von meine lieben Freundin Steffi, ein typisch Bayerischer, typisch österlicher Hefefladen.

http://dolcilicious.wordpress.com/2013/03/24/osterfladen-double-feature/


Kommentar schreiben >   

Steak Check

Alle 3 Jahre passiert es, alle 3 Jahre wird über Fleisch geredet, alle 3 Jahre diskutiert man darüber, wie gefährlich es ist, Fleisch zu essen, von dem man nicht weiß, wo es herkommt, alle 3 Jahre gibt es einen Fleischskandal, falsch etikettiertes Fleisch, Gammelfleisch, Formfleisch, Fleisch das alles Andere als Fleisch ist. 

mehr >

Kommentar schreiben >   

Alle 3 Jahren wird ungefähr zwei Wochen lang darüber gesprochen, dann verschwindet alles wieder, alles vergessen. Ich kann nicht leugnen, dass ich ziemlich glücklich bin, wenn ich diese Nachrichten höre. Ich weiß, dass das gemein ist, aber es ist eben so.

Wenn ich in der Früh auf Bayern2 in der Radiowelt den wunderbaren Pro-Kommentar von Uwe Pagels höre, der über den aktuellen Fleischskandal spricht, dann ist das, wie man auf deutsch so schön sagt, "Balsam für meine Ohren".

Denn ich kaufe schon seit Jahren kein Fleisch im Supermarkt mehr. Alle tierischen Produkte und ca. 70% der pflanzlichen Produkte, die auf unserem Teller landen, kaufe ich regional und von Leuten, die ich "persönlich" kenne. Ich bin nicht ganz sicher, ob das die besten Methode ist, sich vor Skandalen zu schützen. Noch besser wäre es natürlich Fleisch und Gemüse selber herzustellen, so wie es meine Schwester macht oder wie es meine Familie schon immer gemacht hat. (aber in der Stadt ist das oft nicht möglich)

So, aber jetzt zum Thema, reden wir endlich von den Steaks. Ich habe 3 verschiedenen Steaks gekauft, zwei Filetsteaks und ein Entrecote. Ich habe zwei Fleischpoduzenten ausgesucht, die ich kenne, einer produziert konventionell, der andere biologisch (Naturland). Die beiden Filets jeweils von einem, das Entrecote von dem Bio-Bauern. Die Preise liegen bei 29 EUR für das Entrecote, 39 EUR für das Filet aus konventioneller Herstellung und 43 EUR für das Bio-Filet. 

Das Biofleisch war eindeutig das beste, zart, saftig, wie butter. Das sage ich nicht, weil es bio war, nicht weil mir der Bauer sympathisch ist, sondern weil es einfach geschmacklich wirklich das Beste war. Es war am zartesten, schmeckte und roch am besten, also einfach perfekt. Das Steak aus konventioneller Produktion war auch gut, auch sehr zart, sah auch sehr schön aus, aber es war trotzdem etwas weniger geschmacksintensiv, etwas "platter", etwas weniger charakteristisch, hat etwas weniger nach Rind geschmeckt. Das Entrecote hat eine andere Struktur als das Filet, es ist nie so zart, aber es bleibt eine gute Alternative, wenn man gut essen und weniger ausgeben will.  

Steak

1 Steak pro person (150g pro Steak)
1 Rosmarinzweig pro fleisch Stück
gutes Olivenöl
Salz  

Steakpfanne auf den Herd stellen und erhitzen, sie sollte wirklich sehr heiß werden.
Rosmarinzweig in die Pfanne legen und das Fleisch darauf geben. 2-3 Minuten braten lassen, Bratzeit hängt davon ab, wie dick das Steak ist. Fleisch umdrehen, Rosmarin darauf legen und noch mal 2-3 Minuten braten lassen.
Auf einem Teller anrichten, mit Salz und sehr gutem Olivenöl würzen.
Es muss wie butter sein, es muss im Mund zergehen und nach Wiese und Fleisch schmecken.

Apple-Carrot-Cake - Dolcilicious Gastbeitrag

Dies ist ein ganz besonderer Eintrag - denn er ist gleichzeitig ein Gastbeitrag bei Zava. Der ist nämlich ein bisschen im Stress, Job, Wohnungsbau, der kleine Otto, die ganzen Besuche auf dem Bauernmarkt ;-), das ist natürlich ein bisschen viel. Deswegen dachte ich mir, ich unterstütze ihn mal ein bisschen, damit seine blog-Leser nicht ganz so selten was neues zu sehen bekommen. Und was gibt es derzeit auf dem Bauernmarkt? Genau, nicht ganz so viel zum dolci machen, aber immerhin Äpfel und Karotten. Und daraus gab's letzte Woche für Irene einen Geburtstagskuchen.

mehr >

Kommentar schreiben >   

Das Rezept ist aus dem aktuellen LECKER Bakery, ich hab nur das Frosting weggelassen. Weil Irene schon ein wenig früher kam und wir dann beschlossen haben, dass Kuchen pur auch sehr lecker ist.

Mit so viel Vitaminen kommt man sicher gut durch den Winter... ;-).

Ihr braucht für eine Guglhupfform:

250 g Butter
150 g Zucker
1 Prise Salz
1 Messerspitze Zimt
4 Eier
300 g Mehl
100 g Speisestärke
3 TL Backpulver
200 g Karotten
1 großen Apfel
Puderzucker

So lang dauert's: 30 min + 50 min Backzeit

So geht's:

1. 225 g Butter (den Rest zum Fetten der Form nehmen), Zucker, Salz und Zimt cremig rühren. Die Eier dazu und gut verrühren. Das Mehl mit der Stärke und dem Backpulver mischen und unterrühren.

2. Karotten und Apfel waschen, schälen und fein raspeln. Unter den Teig heben. In eine gefettete und gemehlte Guglhupfform geben und im vorgeheizten Ofen bei 150 Grad (Umluft) etwa 50 Minuten backen (Stäbchenprobe nach 45 Minuten!).

3. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Auf eine Kuchenplatte geben, ein bisschen Puderzucker darüber, Kerzen rein, Kerzen an, Kerzen auspusten und dann endlich: schmecken lassen :-).

Schweinerückenbraten alla Dario Cecchini

Ich kann gar nicht sagen, wie sehr es mir gefällt, Kochbücher durchzublättern, unglaublich, ich könnte Stunden damit verbringen...und ehrlich gesagt, ich verbringe auch Stunden damit Kochbücher anzuschauen und Rezepte zu lesem. Rezepte, die ich nie kochen werden, einerseits weil mir die Zeit fehlt und andererseits weil sie meiner Welt, die aus lokalen Produkten und einfachen Rezepten besteht, zu fern sind.

mehr >

Kommentar schreiben >   

Trotzdem lasse ich nicht locker, ich verbringe einen Großteil meier Freizeit damit Rezepte zu lesen, anzuschauen, zu lernen und zu analysieren. Meine Lieblingsrezepte sind natürlich Toskanisch. Ja, auch wenn ich auf meinem Blog schon oft von der Französische Küche geschwärmt habe, komme ich doch immer wieder auf Knoblauch, Rosmarin, Pfeffer, tiefschwarz, rote Zwiebeln und auf alle Arten von Fleisch zurück.

Und ich komme auch immer wieder auf die Dinge zurück, die mich an meine Kindheit erinnern. Eine Kindheit, in der meine Mutter mir Kaninchenleber mit Zwiebel kochte, um mich glücklich zu machen. Und das Bratöl haben wir dann mit Brot aufgetunkt. Und als Nachspeise gab es eine Scheibe Brot, die in Wein, natürlich Rotwein, eingeweicht wurde, mit Zucker drauf. Das ist sicher der Grund für meine schlechten Zähne, aber es hat meine Kindheit sehr glücklich gemacht.

Aber kommen wir zu den Bücher zurück. in den Weihnachtsferien habe ich bei meiner Schwiegermutter Mecki ein Buch wiederentdeckt, dass ich ihr vor Jahren geschenkt habe: "Die neue Toskana". Sicherlich kein best-seller, erste Auflage aus dem Jahr 2000, und wenn ich mich recht erinnere habe ich es an einem kleinen Stand in der Stadt gekauft. Vor 12 Jahren wurde noch nicht so viel von Küche und Kochen geredet, oder zumindest nicht so, wie man heute davon redet.

Die beiden Autoren, Martina Meuth und Bernd (Moritz) Neuner, auch die Protagonisten einer liebenswürden Sendung die sich "Kochen mit Martina und Moritz" nennt, sind wirklich zwei Bahnbrecher gewesen. Viel früher als alle anderen haben sie schon von erzählt von Slitti, von seinem Kaffee und Schokolade, von Signora Valeria und ihrem Da Caino, aktuell eins der besten Restaurants Italiens, und von Dario Cecchini, der heute sicher der berühmteste Metzger der Welt ist (vor 12 Jahren war nur ein verrückter Revoluzzer, der die "Toskanität" der toskanischen Küche retten wollte, die langsam verloren zu gehen schien)

Man sagt, dass Cecchini das Fleisch so zubereitet, wie man es in der Renaissance machte, einfach, etwas grob, effektiv. Wenig "Fumo" (Lärm), "si bada" (man schaut) nur auf Qualität, die Qualität der "Ciccia" (Fleisch), wie man auf Toskanisch sagt.

Hier ein Rezept von Cecchini aus dem Buch....

Schweinerückenbraten (Arista al forno)

1,5 Kg Schweinerücken (Gut ist wenn der Metzger den Bauch nicht wegschneidet, damit man das magere Rückenfilet in den von Fett durchzogenen Bauchlappen einwickeln kann, der schon saftig hält)

1,5 EL gemahlenes Mehrsalz

3/4 EL gemahlener Pfeffer

8 Knoblauchzehen

1 Tasse frische Rosmarinnadeln

2 EL Bio-Wild-Fenchelsamen (Fenchelpollen)

Natives Olivenöl extra
Weis wein Essig

Der Schweinerücken innen mit kaltem Wasser abspülen, danach trocken tupfen.
Außen mit ein bisschen Weinessig wachen und trocken tupfen. Die Haut wie auf den Bild 1/2 cm tief schneiden.
Den Fleisch mit der Haut nach unten auf der Arbeitsfläche ausbreiten. Mit Fenchelsamen einreiben, da nach mit gemahlenes Mehrsalz, noch der gemahlener Pfeffer und am ende die Rosmarinnadeln und die Knoblauchzehen. Den Braten so aufwickeln, dass die durchwachsene Bauchseite das magere Ruckenstück ein-hüllt. Mit Küchenzwirn gut verschnüren. Den Braten mit Olivenöl einreiben und in eine Blech im Backofen legen.

Bei 180 Grad circa 3 stunde braten. Nach 90 Minute einmal um die eigen Achse drehen, damit er gleichmäßig bräunt. Vor dem Ausschneiden eine halbe stunde ruhen lassen.
Dünne Scheiben schneiden und auf ein weisse Scheibe Brot servieren. Wie oft passiert, die Braten schmeckt viel besser kalt in die nächste tage, und kann in Kühlschrank bis 5 tage bleiben.
vor 1 | 2 | 3 | 4 | 5… - 13  weiter

Rezepte



Nominiert für den BRIGITTE-Food-Blog-Award